Champagne

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    Die Champagne umfasst eine Gesamt-Rebfläche von ca. 34.000 ha, die seit 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die größten und bekanntesten Champagnerhäuser befinden sich in Reims und Épernay, die besten und teuersten Lagen in Verzenay und Bouzy-Ambonnay. Mit Jahrhunderte alter Tradition gilt Champagner auch heute noch als das Symbol für Luxus und Lifestyle. Die Champagne liegt im Nordosten Frankreichs in den Départements Marne, Aube, Aisne, Haute-Marne und Seine-et-Marne. Sie besteht aus den 6 Großregionen Montagne de Reims, Vallée de la Marne, Côte des Blancs, Petit Morin et Grand Morin, Côte de Champagne und Côte des Bar. Die Weingärten liegen überwiegend in den Flusslandschaften von Vesle, Marne, Aube und Seine. Die Rebflächen erstrecken sich auf weiten Ebenen mit seichten Hügeln oder an Berghängen des Montagne de Reims und im Marne-Tal. Aus klimatischer Sicht befindet sich die Champagne an der Nordgrenze der Weinbauzone. Das gemäßigt kontinentale Klima mit ozeanischem Einfluss lässt Trauben nur langsam reifen. Der niedrige Alkoholgehalt der Grundweine ist jedoch ausreichend, da bei der Champagnerherstellung für die 2. Gärung zusätzlich Zucker zugesetzt wird. Champagner wird aus den beiden roten Rebsorten Pinot Noir und Pinot Meunier sowie dem weißen Chardonnay hergestellt. Dabei sind 38% der Gesamt-Rebfläche mit Pinot Noir bepflanzt, 34% mit Pinot Meunier und 28% mit Chardonnay. Pinot Noir-Reben bevorzugen die schweren Böden der Montagne de Reims, Pinot Meunier gedeiht auf steileren Sand-Lehmböden des Marne-Tals und Chardonnay wird hauptsächlich auf den charakteristischen Belemnit-Kreideböden kultiviert. Weitere Rebsorten sind Weiß- und Grauburgunder, Petit Meslier und Arbane. Die meisten Weinbauern verkaufen ihre Trauben über Courtiers (Traubenmakler) an große Champagnerhäuser. Jahrelange Erfahrungswerte der Courtiers stuften die Weinlagen in 17 Grand Cru- und 44 Premier Cru-Lagen. Bekannte Grand Cru-Lagen sind u. a. Ambonnay, Bouzy, Mailly-Champagne, Verzenay, Aÿ, Avize, Chouilly, Cramant, Le-Mesnil-sur-Oger und Oiry. Für die Champagnerherstellung werden einzelne Grundweine, meist unterschiedlicher Jahrgänge, zu einer Assemblage verschnitten und in Flaschen gefüllt. Mithilfe einer Zuckerlösung wird die 2. Gärung eingeleitet und die Flaschen werden mit Kronkorken verzinkt. Im Anschluss wird durch Rütteln und Schrägstellen der Flaschen die Hefe im Flaschenhals gesammelt und danach in Kühlsole getaucht. Durch die Kohlensäure wird beim Öffnen der Flasche die überschüssige Hefe mit Druck entfernt (Degorgieren). Zuletzt wird die verlorene Flüssigkeit durch Versanddosage aufgefüllt, die Flaschen werden verkorkt und gelagert, bevor sie in den Handel kommen. Bereits im Mittelalter erzeugten Mönche Champagner, der dem Adel vorbehalten war und sich großer Beliebtheit erfreute. Champagner galt von jeher als würdiges Getränk bei Feierlichkeiten, Hochzeiten, Staatsempfängen und Vertragsunterzeichnungen.
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