Burgund

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    Das Weinanbaugebiet Burgund umfasst eine Gesamt-Rebfläche von ca. 37.000 ha, infolge des französischen Erbrechts oft in zahllose kleine und Kleinst-Parzellen zersplittert. Aufgrund horrender Bodenpreise kann nicht zugekauft werden. Burgundische Weine gehören zu den besten und teuersten der Welt, weshalb die Region zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Das Burgund liegt im Nordosten Frankreichs in den Departements Yonne, Côte d'Or und Saône-et-Loire. Es besteht aus den Satellitenregionen Chablis und Grand Auxerrois im Nordwesten und liegt zwischen Dijon und Lyon am Fluss Saône, aufgeteilt von Nord nach Süd in Côte d'Or, wiederum in Côte de Nuits und Côte de Beaune geteilt, Côte Chalonnaise, Mâconnais und Beaujolais. Bekannte Lagen sind u. a. La Romanée Conti, Meursault, Santenay, Corton-Charlemagne, Pommard, Savigny-les-Beaunes, Montrachet, Clos de Vougeot, Gevrey-Chambertin, Chambolle-Musigny, Nuits-Saint-Georges, Vosne-Romanée, Batard-Montrachet, Volnay, Pouilly-Fuissé. Der Hektarpreis einer Lage beträgt mitunter € 14 Mio. Das burgundische Klima ist gemäßigt kontinental bei trockenen Wintern und heißen Sommern. Die Lagen sind meist gen Süden und Südosten exponiert. Es gibt überwiegend sandige Lehmböden mit Kalk, Kalkmergel und Ton sowie Granitböden im Beaujolais. Im Burgund wird zu mehr als 45% Chardonnay angebaut, gefolgt vom roten Pinot Noir mit ca. 35%. Weitere weiße Trauben sind Aligoté, Melon de Bourgogne, Pinot Blanc, Pinot Gris und Sauvignon Blanc sowie der rote Gamay, der überwiegend im Beaujolais kultiviert wird. Die Klassifizierung der Weine erfolgt nach festgelegten Weinbaugebieten (Appellationen) in 4 Stufen. Bourgogne AOC und Bourgogne Côte d'Or AOC betiteln Weine mit Herkunftsangabe und bilden die Basis mit über 50% der Gesamtproduktion. Darüber befinden sich Bourgogne Villages AOC-Weine mit Ortsangabe. Eine 2. Position stehen Bourgogne Premier Cru AOC-Weine aus 562 klassifizierten Premier Cru-Lagen. An der Spitze machen Bourgogne Grand Cru AOC-Weine aus 40 Spitzenlagen weniger als 2% der Gesamtproduktion aus. Vermutlich bauten lange vor den Römern bereits Kelten Wein im Burgund an. Später läutete die Bewirtschaftung der Weinberge von den Mönchen die Renaissance im Burgund ein. Vor allem Zisterzienser erkannten früh das Potenzial der Lagen an der Côte d'Or und prägten die Begriffe Terroir (Zusammenspiel aus Herkunft, Temperatur, Boden und Klima) und Climat (=Mikro-Terroir auf die Gemarkung beziehend). Im Mittelalter waren burgundische Weine vorrangig dem Adel vorbehalten. Nach der französischen Revolution gingen Ländereien in den Besitz der Bauern über. Ab den 1990er Jahren stieg das Interesse an Terroir, Climat, Qualität und Regionalität und der Focus richtete sich allen voran auf Burgunder-Weine. Zeitgleich setzten Weinbauern gezielt auf biologisch-ökologische Aspekte. Die weltweite Nachfrage führte zu Rekordsummen und Burgund gilt heute neben Bordeaux als renommierteste Weinregion.
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