Portugal

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    Die gesamte Rebfläche in Portugal beträgt ca. 239.000 ha, davon werden auf ca. 71.700 ha (ca. 30%) weiße Rebsorten und auf ca. 167.300 ha (ca. 70%) rote Rebsorten angepflanzt. Produziert werden jährlich ca. 6,4 Mio. hl Wein. Weiße Hauptrebsorten sind Fernão Pires, Síria, Arinto, Loureiro branco, Palomino, Malvasia Fina, Alvarinho, Rabigato. Rote Hauptrebsorten sind Tempranillo, Touriga Franca, Castelão Francês, Touriga Nacional, Tincadeira Preta, Tinta Barroca, Rufete, Baga. Portugal verfügt in Europa über die meisten autochthonen Rebsorten. Das portugiesische Weinbaurecht wurde zuletzt 2009 an die EU-Richtlinien angepasst. Demnach gibt es für Wein mit geografischer Herkunftsangabe die Qualitätsstufe IGP (früher VR) und für Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung die höchste Qualitätsstufe DOP (früher DOC). In Portugal dürfen die Bezeichnungen VR und DOC weiterhin verwendet werden. Wein ohne geografische Angabe wird unter Vinho (früher vino de mesa) vermarktet. Reifestufen sind Verde (Jungweine ohne Alterung), Maduro (gereifte Weine), Reserva, Garrafeira, Grande Reserva und Velho. Reserva: 3 J. für Rotwein, davon mind. 2 J. im Eichenfass oder 1 J. für Weißwein, davon mind. 6 Mon. im Eichenfass Garrafeira: 3 J. für Rotwein, davon mind. 2 J. im Eichenfass oder 1,5 J. für Weißwein, davon mind. 1 J. im Eichenfass, mit höherem Alkoholwert Grande Reserva: 5 J. für Rotwein, davon mind. 2 J. im Eichenfass oder 2 J. für Weißwein, davon mind. 6 Mon. im Eichenfass Velho: 3 J. für Rotwein oder 2 J. für Weißwein, mit höherem Alkoholwert, nicht an einen Jahrgang gebunden Portugal hat insgesamt 5 Weinbauzonen mit über 40 Weinbaugebieten für Qualitätswein, davon 29 mit DOP- und 11 mit IPR-Status. Die bekanntesten Regionen sind: Alentejo, Algarve, Açores, Bairrada, Beira Interior, Dão, Douro, Estremadura, Lisboa, Madeira, Península de Setúbal, Távora e Varosa, Tejo, Terras do Sado, Trás-os-Montes, Vinho Verde. Das Klima in Portugal ist gemäßigt maritim. Im Norden kühl und feucht mit aus Westen kommenden Atlantik-Winden. Im Süden herrscht mediterranes Klima mit sehr heißen Sommern und warmen Einflüssen des Golfstroms. Phönizier bringen erste Rebstöcke nach Portugal, und sowohl Griechen als auch Römer verbreiten den Weinanbau. Im frühen Mittelalter wird Portugal von islamischen Mauren erobert, und die Weinproduktion kommt zum Erliegen. Im 12. Jahrhundert werden mehrere Zisterzienser-Klöster gegründet, die den Weinanbau wieder aufnehmen und nachhaltig beeinflussen. König Dinis fördert die Landwirtschaft und den Weinbau, und mit Aufbau einer Handelsflotte wird der Seehandel ermöglicht. 1385 wird Portugal unabhängig und beginnt, vor allem mit England regen Handel zu betreiben. Unter Heinrich dem Seefahrer werden auf der Insel Madeira Muskateller- und Malvasia-Reben gepflanzt. Als hohe Zölle auf französische Weine erlassen werden, entdecken die Weinhändler portugiesische Rotweine als Alternative, und auch Portwein und Madeira werden zum Exportschlager. 1756 erlässt Portugal das weltweit erste Gesetz zur Begrenzung eines Anbaugebiets, das Portweingebiet Alto Douro. Ich bin 19. Jahrhundert zerstören Reblaus und Mehltau den Großteil der Rebfläche. Ab 1930 werden die Weinbaugebiete mit Gründung zahlreicher Winzergenossenschaften wiederaufgebaut. Die Nelkenrevolution 1974 und der Beitritt in die Europäische Gemeinschaft 1986 ermöglichen dem portugiesischen Weinhandel neuen Aufschwung.
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