Nahe

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    Das Weinanbaugebiet Nahe liegt in Rheinland-Pfalz und umfasst ca. 4.200 ha. Etwa 75% der gesamten Rebfläche sind mit weißen Rebsorten bestückt, die überwiegend süß oder halbtrocken ausgebaut werden. In keinem anderen deutschen Weinanbaugebiet gibt es so eine geologische Vielfalt wie an der Nahe. Das Projekt Stein und Wein fand mehr als 180 Bodenvarianten. Die Weinregion Nahe grenzt im Norden an die Weinregion Rheingau und im Osten an Rheinhessen. Die Rebflächen befinden sich auf der linken Seite der Nähe und ziehen sich westwärts entlang der Nebenflüsse Guldenbach, Gräfenbach, Trollbach und Ellerbach. Im Westen reicht das Gebiet bis Martinstein bei Kirn und im Süden entlang der Flüsse Glan und Alsenz bis Meisenheim und Schiersfeld Richtung Rockenhausen. Durch das Weinbaugebiet zieht sich die weintouristische Themenroute Naheweinstraße. Unterteilt ist das Weinanbaugebiet Nahe in die Großlagen Schlosskapelle, Sonnenborn, Pfarrgarten, Kronenberg, Rosengarten, Paradiesgarten und Burgweg, sowie in ca. 313 Einzellagen. Der Hunsrück im Nordwesten, der Taunus im Norden und das Nordpfälzer Bergland im Südosten schützen die Weingärten vor kalten Temperaturen durch Nordwinde, Gefährdung durch Fröste sowie vor zu viel Niederschlag. Das fast mediterrane Klima ist mild und ausgeglichen und bietet optimale Voraussetzungen für den Weinbau. Die Nähe und ihre Nebenflüssen versorgen die fruchtbaren Böden der umliegenden Weinberge mit ausreichend Wasser, speichern Wärme und reflektieren das Sonnenlicht. Die Rebflächen sind meist gen Süden gerichtet und befinden sich überwiegend in flachen oder Hügellandschaften. Es gibt auch kleinere Rebflächen in Steillagen in der Region um Bad Münster. Die verschiedenen Bodenformationen, die sich über Jahrmillionen durch vulkanische Aktivitäten und Verschiebungen der Bodenplatten gebildet haben, ändern sich im Gebiet der Nahe teilweise alle hundert Meter. Damit wird ein Anbau diverser Rebsorten ermöglicht, die in unterschiedlichen Weinstilen ausgebaut werden können. Es gibt Böden mit z. B. Schiefergestein, Porphyr, Melaphyr, Mergel, Löss-Lehm, Buntsandstein und Tonverwitterung. Riesling ist mit einer Rebfläche von knapp 30% die am häufigsten angebaute Rebsorte an der Nahe. Müller-Thurgau, Silvaner, Grau- und Weißburgunder sind als weiße Trauben ebenfalls von Bedeutung, als rote Rebsorten werden in erster Linie Dornfelder und Spätburgunder angebaut. An der Nähe wurde bereits zur Römerzeit Wein angebaut, wie zahlreiche Funde beweisen, offiziell gibt es die Nähe als Weinanbaugebiet aber erst seit 1971. Zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert zählten Nahe-Rieslinge international zu den besten Gewächsen, die mitunter höhere Preise als Bordeaux-Weine erzielten. Die hohe Nachfrage führte zu mehr Quantität und minderer Qualität, so dass Nahe-Weine im Laufe der Zeit von ihrem guten Ruf einbüßten. Inzwischen zählen namhafte Nahe-Weingüter wieder zur Riege internationaler Spitzenweinerzeuger.
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