Pfalz

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    Das Weinbaugebiet Pfalz, bis 1992 Rheinpfalz genannt, liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz, wo es ca. 5% der Gesamtfläche einnimmt. Die Rebfläche beträgt knapp 23.400 ha, demnach ist die Pfalz nach Rheinhessen das zweitgrößte, deutsche Weinanbaugebiet. In Rhodt unter Rietburg liegt der älteste noch tragende Weinberg mit 400-jährigen Gewürztraminer-Reben. Die Pfalz liegt im Südwesten Deutschlands und grenzt im Süden an das französische Elsass, wo einige Pfälzer Weinbauern länderübergreifend Rebflächen besitzen. In der Gesamtlänge erstreckt sie sich auf einer ca. 85 km langen Hügellandschaft entlang des östlichen Haardt-Gebirges zwischen Kirchheimbolanden im Norden und Schweighofen im Süden. Inmitten dieser Hügelzone zieht sich von Nord nach Süd die Deutsche Weinstraße. Unterteilt ist die Pfalz bei Neustadt in die beiden Bereiche Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße und Südliche Weinstraße. Es gibt 25 Großlagen, die wiederum in 325 Einzellagen eingeteilt sind. Die bekanntesten Pfälzer Weinbaugemeinden sind Landau, Neustadt, Billigheim-Ingenheim, Bad Dürkheim, Kirrweiler, Edesheim, Deidesheim, Wachenheim, Göcklingen und Freinsheim. Das Klima in der Pfalz ist mild, fast schon mediterran. Umliegende Gebirgszüge des Pfälzer Waldes und der Haardt schützen die Weingärten der Rheinebene vor Atlantiktiefs, kalten Winden, Frühjahrsfrösten und zu viel Niederschlag. Die Weinreben, größtenteils nach Südost exponiert, wurzeln auf sehr fruchtbaren, kalkhaltigen Löss- und Schwemmlandböden. Im westlichen Teil der Pfalz gibt es Steillagen mit Hangneigung bis zu 60%. Mit etwa 40% der gesamten Rebfläche besitzt die Pfalz das größte deutsche Rotweingebiet. Angebaut wird vor allem Dornfelder, gefolgt von Portugieser und Spätburgunder. Durch die optimalen klimatischen Bedingungen reifen auch Cabernet Sauvignon und Merlot. Zudem umfasst die Pfalz mit fast 5500 Hektar das weltgrößte Riesling-Anbaugebiet. Des Weiteren werden neben Müller-Thurgau, Silvaner und Kerner vermehrt Weiß- und Grauburgunder kultiviert, aber auch Gewürztraminer, Muskateller, Chardonnay und Scheurebe sind von Bedeutung. Wie in fast allen deutschen Weinanbaugebieten wurde auch in der Pfalz schon zur Römerzeit Weinbau betrieben. Das beweist u. a. der historische Fund einer römischen Kelteranlage. Pfälzer Rieslinge galten seit jeher als Spitzenweine, die über Landesgrenzen hinaus bekannt waren. Mitte des 20. Jahrhunderts Jahrhunderts Jahrhunderts führten der gute Ruf und die enorme Nachfrage zur Produktion von vorrangig süßem Massenwein, der Minderqualität, Preisverfall und schlechtes Image nach sich zog. Seit Anfang der 1990er Jahre setzt man konsequent auf hohe Qualitäten und Gütesiegel, baut Weine zunehmend trocken aus und produziert mitunter hervorragende Sekte. Eine neue Generation an Winzern verbessert kontinuierlich durch geschicktes Marketing und Teilnahme an Wettbewerben, Weinforen und Weinmessen das Ansehen der Pfälzer Weine auf nationaler und internationaler Ebene.
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