🍷 Ein Glas Wein am Tag – Gesundheitsgefahr oder Jungbrunnen?

Der deutsche Präventivmediziner Dr. Johannes Scholl sorgt mit einer erstaunlichen Aussage für Aufsehen: Ein Viertelliter Wein am Tag könne der Gesundheit mehr nützen als völliger Alkoholverzicht. Zahlreiche Studien, so Scholl, sprechen eine deutliche Sprache – moderater, regelmäßiger Weingenuss zum Essen wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus. Doch „die Dosis macht das Gift“: Was dem einen guttut, kann für den anderen schon zu viel sein.

Besonders scharf kritisiert Scholl die WHO-Empfehlung, laut der es kein sicheres Maß an Alkoholkonsum gebe. Grundlage sei eine Studie, die aus seiner Sicht „wissenschaftlich unsauber“ sei – schließlich wurden dort nicht lebenslange Abstinenzler, sondern nur Wenigtrinker als Vergleichsgruppe herangezogen. Der pikante Befund: Wer niemals Alkohol trinkt, hat laut Scholl ein bis zu 30 % höheres Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben.

Trotzdem bleibt Wein ein zweischneidiges Thema. Ja, Alkohol kann Krebs begünstigen – doch gerade Wein, mit seinen speziellen Inhaltsstoffen und seiner Einbindung in eine mediterrane Lebensweise, scheint das Gleichgewicht zwischen Risiko und Nutzen ganz neu zu definieren. Rund 20 Gramm Alkohol, also ein Glas Wein zum Abendessen, gelten laut Scholl als „ideale Menge“.

Provokante Frage: Ist das tägliche Glas Wein 🍷 also Gesundheitsvorsorge – oder bloß eine kulturverklärte Ausrede? Sicher ist nur eines: Die Debatte um das rechte Maß geht weiter – zwischen Leidenschaft, Lebensfreude und wissenschaftlicher Vorsicht.


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